Montag, 28. Februar 2011

Safety Check

Der heutige Tag begann im Gegensatz zu gestern leider mit einem sehr trüben Wetter, beziehungsweise wie die Amerikaner zu sagen pflegen mit einem "Thunder". Aber wir ließen uns trotz Kopfschmerzen unsere gute Laune nicht nehmen und starteten schnurstracks zu unserem allmorgendlichen Frühstück. Nach einem stärkenden Mahl :D stand einem erfolgreichen Start in den Tag nichts mehr im Weg.

Unsere Entrepreneurship-Vorlesung stand heute ganz im Zeichen der richtigen Strukturierung und Zusammenstellung eines Business Plans, was sich als sehr informativ herausstellte. ;-) Außerdem beschäftigten wir uns mit der Organisation von Franchise-Unternehmen deren Vor- und Nachteilen. Wusstet ihr zum Beispiel, dass man für die Eröffnung eines Mc Donalds Restaurants im Schnitt 1.000.000,00 $ aufbringen können muss?? Diese und andere interessante Details wurden uns heute beigebracht.

Um dem schlechten Wetter zu trotzen, gingen wir wieder einmal brav sporteln. Ob nun schwimmen in unserem geliebten Schwimmbecken oder laufen in der etwas feuchten Luft, heute waren wir wirklich zu allem motiviert ;) Nach einer warmen Dusche, eingekuschelt in unsere Decken, ließen wir uns den heutigen Nachmittag von unseren Lieblingsserien versüßen.

In der Statistik-Vorlesung zeigte sich wiederum einmal, dass wir beiden bekannter sind als wir gedacht haben. Unser Statistik-Professor wusste nicht nur, dass wir die beiden Österreicherinnen sind, sondern er wusste auch darüber Bescheid, dass wir dem Schwimmteam beigetreten sind und uns dort ganz gut behaupten. Also wenn das so weitergeht weiß bald die ganze Universität wer wir beiden sind!! ;-)

Als wir schon dachten, dass wir uns jetzt gemütlich in unsere Betten verziehen und den Tag ausklingen lassen, hörten wir schon ein Klopfen an der Tür. Vor der Tür standen vier unserer Betreuer, die sofort in unsere Zimmer starteten, um verbotene Gegenstände zu entdecken beziehungsweise eine eventuelle Unordnung zu kritisieren. :p Wie nicht anderes erwartet :D wurde in unserem Zimmer nichts gefunden, das es zu beanstanden gäbe. (Es würde uns doch nie in den Sinn kommen, verbotene Produkte in unserem Zimmer aufzubewahren. :D) Damit dies auch dokumentiert ist, wurde noch eine "Fire safety and health inspection"-form ausgefüllt, bis wir dann wieder alleine waren.

Sonntag, 27. Februar 2011

The Oscars

Wie schon in unseren letzten beiden Beiträgen ausführlichst beschrieben war unser Ausflug in die Hauptstadt unseres Gastlandes sehr interessant und einfach atemberaubend schön!!


Nach diesen vielen gewonnenen Eindrücken und der späten Heimkehr gönnten wir uns einen revitalisierenden Schlaf, den wir unserer Meinung nach verdient hatten. Gegen Mittag stiegen wir dann aus unseren Betten, schalteten aber sofort unsere Laptop's ein, um nach einem Web-freien Wochenende wieder auf den Stand der Dinge zu kommen. Bevor wir uns aber intensiv mit unseren Familien beziehungsweise Freunden unterhielten starteten wir noch schnell in die Dining Hall, damit wir unsere knurrenden Mägen beruhigen konnten. Wir hatten aber das Glück Keshia dort zu treffen und dadurch kamen wir endlich dazu den typischen Mädchentratsch nach einer Party nachzuholen!!! ;-)

Kaum im Zimmer zurück wurden die Laptop's wieder aufgeklappt und sofort wie wild mit allen möglichen Freunden und Verwandten Kontakt aufgenommen, da wir schon sehr lange nicht mehr die Zeit hatten das zu machen. Dadurch hatten wir die Möglichkeit wieder auf den Stand der Dinge zu kommen, was zu Hause in der zwischenzeit so alles vorgefallen ist. Gossip durfte dabei natürlich nicht fehlen!! :D
Trotz der verlockenden Möglichkeit den ganzen Nachmittag mit skypen zu verbringen, war es draußen einfach zu schön also ist Daniela heute das erste Mal in der Natur laufen gegangen während sich Bernadette nicht von ihren Gesprächen losreißen konnte! *g*


Der heutige Abend stand dann natürlich ganz im Zeichen der Oscar-Verleihung, die ja heute in Los Angeles statt findet. Da wir uns ja in Amerika befinden ergriffen wir die Chance endlich einmal wach zu sein, wenn die Oscar-Verleihung von statten geht, da diese laut österreichischer Zeit erst gegen 2 Uhr morgens starten. Unter anderem ist natürlich der sensationelle Film "The Social Network" einer der Favoriten viele, viele Oscars zu gewinnen ;)
The Social Network
 Als amerikanische Studenten im Moment freuen wir uns aber natürlich trotzdem, dass wir einem sensationellen, österreichischen Schauspieler heute die Daumen halten dürfen - Christoph Waltz!
Christoph Waltz in "The Green Hornet

Hello Mr President!

Nach einem erholsamen Schlaf holte uns der Wecker um kurz nach 7 aus dem Bett, und nachdem wir uns frisch gemacht und wieder gepackt hatten genehmigten wir uns noch ein leckeres Frühstück im Hotel, das uns stark an das erinnerte, was wir jeden Tag in der Dining Hall serviert bekommen ;)

Bernadette vor dem weißen Haus -
Barack Obama steht am Fenster, leider schwer zu erkennen ;)


Nachdem wir etwas Probleme mit dem Navigationssystem hatten, beschlossen wir den Weg nach DC auf die altmodische Art und Weise zu finden - mit einem Stadtplan ;) Dies gelang uns hervorragend, und gegen 9 wurden wir von Umair beim Welcome Center abgesetzt - er machte sich auf den Weg zu seinem Seminar, und wir beschlossen uns um halb 6 wieder hier zu treffen.

American Red Cross Headquarters


Natürlich war uns klar, wo wir unsere Sightseeingtour beginnen wollten - im weißen Haus, wo uns Mr. Obama selbstverständlich schon erwartete ;) Aber bevor wir dorthin gingen, drehten wir noch eine Runde im White House Visitor Center, das auf dem Weg lag. Dort erfuhren wir viel Interessantes über die Geschichte des Hauses und bekamen auch das Innere des Hauses von Michelle Obama per Video präsentiert - und man muss schon sagen, in diesem "Haus" könnte man sich echt wohlfühlen ;)

Daughters of the American Revolution Headquarters


Leider muss man, wenn man eine Führung durchs weiße Haus will, schon 2-3 Monate seinen Congressman kontatkieren oder in unserem Fall seine Botschaft, was wir nicht gewusst hatten, deshalb hatten wir leider keine Möglichkeit ins Innere zu gelangen. Aber auch der Anblick von außen war schön - auch wenn uns die Scharfschützen, die auf dem Dach standen, leicht verunsichterten ;)

Daniela auf dem tollen Citybike ;)


Weiter gings mit den Headquarter des Amerikansichen Rote Kreuzes und der Daughters of the American Revolution - beides sehr beeindruckende, riesengroße und wunderschöne alte Gebäude, mit weißen Säulen und allem drum und dran ;)
Da DC doch eine etwas größere Stadt ist und unsere Zeit leider sehr beschränkt war, kamen wir auf die geniale Idee, uns Citybikes auszuleihen, die an diversen Orten verliehen wurden. Gesagt getan - wir zückten unsere Kreditkarten, swipten sie, und schon waren wir im Besitz zweier wunderschöner roter Fahrräder, die wir solange benutzen konnten wie wir wollten (bzw solange wir bereit waren dafür zu bezahlen ;) )

Lincoln Memorial


Also schwangen wir uns in den Sattel, traten in die Pedale und genossen den wunderschönen Tag in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten - das Wetter war traumhaft, denn auch wenn die Sonne etwas später erst zum Vorschein kam, war es im Vergleich zu New York sehr mild und angenehm, und auch der Wind ging fast nicht.

Washington Monument - nahezu greifbar :D


Daher fuhren wir auf der Roosevelt Bridge hin und her und auch hinüber nach Arlington, wo ein berühmter Friedhof liegt, den wir aber nicht unbedingt besuchen wollten und auch mit unseren Rädern nicht durften. Als wir so dahinradelten, den Wind im Haar und ein glückliches Lächeln im Gesicht, spürten wir förmlich die Freiheit und die unbegrenzten Möglichkeiten, von denen man in Amerika immer so schwärmt, und es ist ein wahrhaft traumhaftes Gefühl ;)

World War II Memorial


Unsere Radtour ging weiter zum Lincoln Memorial, ein wunderschönes weißes Gebäude, in dem auch die berühmte Gettysburg Rede eingraviert ist. Vom Memorial aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Washington Memorial - ein Anblick der uns schon von diversen Filmen und Fernsehen bekannt ist. Danach radelten wir weiter durch den Park, in Richtung World War 2 Memorial, dessen 50 Säulen die Staaten von Amerika repräsentieren.

in den USA gibt es Polizisten zu Pferd...

... und welche mit Fahrrad ;)



Anschließend stand uns ein etwas längeres Stück bis zum Jefferson Memorial bevor, das auf der anderen Seite des Sees lag. Nach einer schönen Fahrt entlang dieses Sees standen wir abermals vor einem schönen, antik wirkenden weißen Gebäude, das mehr als nur ein Foto wert war. Als wir gerade wieder weiter wollten, vernahmen wir deutsche Worte - und lernten wenig später einige Deutsche kennen, die auch Urlaub in Washington machten. ;)

Jefferson Memorial


Anschließend fuhren wir zurück zum weißen Haus, das wir auch mal von der Rückseite sehen wollten. Wir schafften es, gerade rechtzeitig zu kommen, um eine Demonstration mit zu erleben, die hinter dem weißen Haus veranstaltet wurde. Darin ging es um die Rechte von Arbeitern usw. - ein Thema das wir gerade in unserer Global Business Vorlesung diskutieren, also waren wir auf dem neuesten Stand der Dinge. Da wir als Studenten nicht mitdemonstrieren wollten, genossen wir noch eine Weile den Anblick des weißen Hauses, doch da sich Mr Obama nicht blicken ließ, radelten wir weiter, und da wir schon über 2h unterwegs waren und die Räder nicht gerade billig waren, beschlossen wir sie schweren Herzens zurückzugeben.

Demonstration hinter Obama's Zuhause


Mittlerweile war es auch schon 3 Uhr, und der Hunger meldete sich - daher suchten wir die "Food Hall" auf, wo wir uns lecker Burritos und später Kaffee bzw. Smoothies genehmigten. Auf dem Weg zum Capitol lernten wir zwei Au Pair Mädchen kennen, eine aus Frankreich, eine aus der Schweiz, und zeigten ihnen den Weg zum Hardrock Cafe. 

US Capitol


Beim Capitol angekommen waren wir schlichtweg überwältigt von dessen Anblick - es stand da im Sonnenschein, schneeweiß, riesengroß und strahlte einfach Macht aus. Da es gerade angenehm warm war, ließen wir uns auf der Mauer vor dem Capitol nieder und genossen einfach den Anblick, der sich uns bot. Washington DC ist ganz anders als New York - es ist nicht so hektisch und laut, sondern ruhig und wunderschön und ein perfekter Ort zum Entspannen und Genießen ;) Außerdem gibt es keine Wolkenkratzer, das höchste Gebäude ist das Washington Monument, das man von der ganzen Stadt aus sehen kann. Nachdem wir noch für einen Schnappschuss mit einem netten Franzosen Modell gestanden hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Washington Monument - ein wunderschöner Spaziergang im Sonnenschein.

50 Flaggen rund ums Monument


Als wir gerade so spazierten und redeten, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine gratis Führung durch DC anbot. Sein Name war John Paul, und er war aus Texas und erst vor einem Jahr hier hergezogen, wo er für das State Department arbeitete. Als er erwähnte, das er im weißen Haus ein und aus gehen konnte wie es ihm gefiel, beneideten wir ihn darum - auch wenn er meinte es sei doch nur ein ganz normales Haus ;)

wunderschönes US Capitol


Leider fehlte uns die Zeit für eine Führung, da es schon fast 5 war und wir uns auf den Weg zurück machen mussten. Daher plauderten wir noch eine Weile und verabschiedeten uns dann, um uns noch das Washington Monument aus der Nähe anzusehen. Dies ist im Prinzip ein hoher Turm, der von 50 Flaggen (genau 50, wir haben sie gezählt ;) ) gesäumt wird, und auf den man auch hinauffahren kann.
Auch dazu fehlte uns die Zeit, und wir eilten zurück zum Welcome Center um uns mit Umair zu treffen.

US Capitol bei Sonnenuntergang


Da er noch nie Downtown DC gesehen hatte, wiederholten wir also unseren Spaziergang von vorhin - Capitol, Washington Monument und weißes Haus. Als wir mit unserer Führung fertig waren, war es schonwieder Zeit fürs Abendessen - und wir beschlossen das HardRock Cafe in DC aufzusuchen. Dort wurde uns lecker Essen, gute Musik und nette Unterhaltung geboten, aber wir merkten das wir langsam müde wurden, und wir hatten ja noch eine lange Fahrt vor uns.



So verließen wir Washington DC gegen halb 10, und machten uns auf den Weg heim nach New York, wo wir um ca. halb 3 erschöpft und müde aber glücklich ankamen.
Wieder einmal haben wir hier ein grandioses Wochenende erlebt, und wir fühlten uns in DC wirklich sehr wohl, da es eine wunderschöne Stadt ist und einfach total interessant  - jedoch ist ein Tag fast zu kurz, da es noch soo viel gibt das wir gerne gesehen hätten - Museum of Crime, Museum of Spy, Pentagon (haben wir nur im Vorbeifahren gesehen)...

zukünftige Elite-Einheit des FBI ;)

NY - NJ - PA - DE - MD - VA - DC

Da die Party am Donnerstag uns bis fast 6 Uhr morgens wach hielt, gelang es uns irgendwie den Wecker, der uns um 9 Uhr aus dem Bett klingeln sollte, zu ignorieren - und wachten schließlich um 11:40 auf.
Normalerweise wäre das nicht weiter schlimm gewesen, doch eigentlich hatten wir die Abfahrt nach Washington D.C. für 11 Uhr angesetzt - weshalb wir in aller Eile packten und uns fertig machten und beteten, das unser Freund Umair nicht ohne uns gefahren war.

kleiner Powernap ;)


Dieser hatte zum Glück auf uns gewartet, und war uns auch nicht böse wegen der "kleinen" Verspätung - als Entschädigung luden wir ihn noch zum Brunchen ein, bevor wir uns auf den Weg in die Hauptstadt von Amerika machten.
Die über 6 Stunden lange Fahrt nach DC führte uns durch diverse Staaten - nachdem wir Manhattan durchquert hatten fuhren wir nach New Jersey, von wo sich uns wieder mal ein grandioser Ausblick auf die Skyline von Manhattan bot. Nach einigen Meilen am Highway kreuzten wir kurz Pennsylvania, dann waren wir in Delaware, am Ende kamen wir noch nach Maryland  und schließlich nach Virginia, wo sich unser Hotel befand.

Autofahren, Autofahren, Autofahren... 


Das Hotel, für das wir glücklicherweise nichts bezahlen mussten, war mit 2 großen Doppelbetten ausgestattet, die sooo weich und gemütlich waren, das wir uns fast nicht mehr überwinden konnten aufzustehen, nachdem wir uns einmal hingelegt hatten ;)
Schließlich trieb uns aber unser Hunger dazu, doch noch aufzustehen - immerhin war es schon 8 Uhr, und seit dem Omlette mittags hatten wir nichts mehr zu uns genommen.

yesss - ein gemütliches Bett ;)


Auf Empfehlung der Rezeptionistin fuhren wir nach Shirlington Village - eine süße, kleine, wunderbare Stadt nur 5 Minuten von uns entfernt, in der es haufenweise einladend aussehender Restaurants und Bars gab. Wir entschieden uns für das "Luna Grill & Diner" - eine gute Idee, auch wenn wir 15 Minuten mit riesigem Hunger an der Bar warten mussten, bis unser Pieper losging und ein Tisch für uns frei wurde.

Berni mit unserem tollen Pieper ;)


Nach einem wirklich ausgezeichnetem Dinner schlenderten wir noch eine Weile durch Shirlington und genossen das Flair dieser bezaubernden kleinen Stadt. Schließlich machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, wo wir den Umstand genossen, das sich ein Fernseher gegenüber unserem Bett befand - ein Luxus den wir zwar von daheim kannten, aber hier nun schon ein Monat entbehren mussten ;)

Taxation without representation -
Spruch auf den Nummerntafeln von DC ;)


Dem amerikanischen Fernsehen sei Dank bot sich uns eine riesige Auswahl an Filmen, und unsere Wahl fiel auf "The devil wears Prada" - im Anschluss daran fielen uns schon fast die Augen zu, und wir freuten uns auf unseren wohlverdienten Schlaf in einem warmen und kuscheligen Bett ;)

Donnerstag, 24. Februar 2011

California vs. Austria ;)

Der heutige Tag begann wie ein gewöhnlicher Donnerstag - aufstehen, frühstücken, Global Business Vorlesung genießen und anschließend mit unserem Professor diskutieren ;)
Danach ab nach Hause, etwas skypen und facebooken, Mittagessen, wieder heim. Für 1 Uhr hatten wir wieder mal eine Skype Konferenz zwecks Fachartikel angesetzt, welche sich wieder einmal durch ein äußerst hohes Grad an Produktivität auszeichnete ;)

Den Nachmittag verbrachten wir getrennt - Bernadette hatte Probleme mit ihrem Laptop, weshalb sie Rat von ihrem Bruder einholte, der sein Bestes gab um quer über den Atlantik den Laptop reparieren zu können. Daniela verbrachte den Nachmittag im Clark Athletic Center, jedoch nicht wie anfangs geplant im Pool, da das wieder geschlossen war, sondern auch mal im Fitness Raum, wo sie sich an den Laufbändern erfreute ;)

Als wir gerade mit dem Duschen fertig waren, kontaktierte uns Kate wegen der für den Abend geplanten Party, denn sie wollte mit uns vor unserer Abendvorlesung noch Einkaufen fahren, da das Geschäft später schon zusperrte. Deswegen beeilten wir uns, kauften schnell was wir brauchten und wurden wieder zurück ins Academic Village chauffiert. Nachdem wir uns dort 100 Minuten lang mit dem "Time Value of Money" beschäftigt hatten - ein uns wiederum sehr bekanntes Thema - wurden wir auch schon wieder draußen von Kate abgeholt.

Da wegen des Einkaufens unser Abendessen ausfiel, waren wir sehr froh als Kate vorschlug, in die Shopping Mall zu einem Lokal namens "Panera Bread" zu fahren. Dort waren wir erfreut, überraschend gesundes Essen zu finden, und verzehrten genüsslich unsere Salate, Suppen und Sandwiches.
Anschließend gingen wir nochmal in den Supermarkt, da wir einiges vergessen hatten zu kaufen, und erlebten einige sehr amüsante Überraschungen, als wir nicht zur regulären Kassa gingen, sondern die Self-Check Automaten ausprobierten, die hier in Amerika üblich sind. Irgendwie wollte das Gerät nicht ganz so wie wir wollten, aber letzten Endes konnten wir über die Technik siegen und zogen stolz davon ;)

Zurück am Campus war es schon spät genug, um die Party steigen zu lassen - also luden wir Freunde ein, drehten die Musik auf, begannen zu feiern - and it was on ;)

Wiedersehen & Abschied

Den gestrigen Tag erwarteten wir voller Freude - immerhin erwarteten wir Besuch von Daniela's Mutter, Schwester und Tante.
Als wir nach einem leckeren kräftigenden Frühstück und einer spannenden Entrepreneurship Vorlesung auch noch unsere Case Study zurück erhielten, die FAST fehlerfrei war, war unser Glück komplett.
Immerhin hatte unsere Professorin von sich selbst behauptet, ein Rechtschreib- und Grammatikfanatiker zu sein, und da Englisch ja nur unsere Second Language ist hatten wir schon das Schlimmste befürchtet - und wurden sehr positiv überrascht ;)

In Hochstimmung wegen unserer guten Resultate trafen wir uns mit Umair im Atrium Cafe, um die Details für unseren Washington-Trip fürs Wochenende zu besprechen. Höchst erfreulichen Umständen haben wir es zu verdanken, das wir nicht einmal für ein Hotel aufkommen müssen - unser Freund bekommt ein Zimmer bezahlt, und daher hat er eines mit 2 Doppelbetten gebucht, sodass wir dort auch nächtigen können.
Bei Cafe, Hot Chocolate und Cookies tratschten wir wieder einmal über Gott und die Welt, Österreich und die USA und alles Mögliche.

Claudia mit ihrem Eichhörnchen ;)


Daniela's Familie hatte sich für halb 12 angekündigt, erreichte den Campus dann aber mit einer dezenten Verspätung erst gegen halb 1. Nach einer freudigen Begrüßung zeigten wir ihnen zu allererst unsere Dorms und unser schönes Zimmer, das von ihnen ausreichend bewundert wurde.
Weiter gings mit dem Campus Center, wo wir auf Becky trafen, die uns ausführlich lobte und immer wieder betonte, wie stolz sie auf uns sei - was uns wiederum auch glücklich machte ;)

Im Clark Athletic Center trafen wir dann Siggy und Kate, die sich alle schon darauf freuten Daniela's Angehörige kennen zu lernen. Nachdem wir abermals wegen unseres Schwimmtalents und unserer Motivation und Begeisterung fürs Schwimmen gelobt worden waren, zeigten wir ihnen noch den Rest vom Campus - Academic Village, Student Union Building usw..



Als wir so bei Sonnenschein und wolkenlosem Himmel am Campus herumspazierten und ihnen alles zeigten und erklärten, fiel uns auf wie gut es uns hier gefiel und wie wohl wir uns fühlten - dadurch das wir alles mal durch die Augen von anderen sahen, merkten wir mal wie gut es wir haben, das wir hier studieren dürfen ;)

Nach einem gemütlichen Kaffe und Gesprächen im Sonnenschein war es leider Zeit, Abschied zu nehmen - für 3 Monate, bis wir wieder heimkommen. Das trübte die Laune merklich, denn auch wenn es noch so schön ist, Verwandte und Freunde zu Besuch zu haben, ist es dann doch wieder sehr traurig wenn man "Auf Wiedersehen" sagen muss.
Wir versuchten uns mit dem Gedanken zu trösten, das wir ja auch hier schon viele Freunde gefunden haben und wir uns hier ja sehr wohl fühlen - also nahmen wir noch ein verspätetes Mittagessen ein und beschlossen dann, um auch wirklich jede Trauer zu vertreiben, shoppen zu fahren. ;)

In der Broadway Mall angekommen hob sich unsere Laune, und wir verbrachten Stunden in den diversen Geschäften. Auch wenn wir nicht alles finden konnten wonach wir gesucht hatten, kamen wir dann doch mit ein paar Tütchen nach Hause, und auch unsere Stimmung hatte sich gewaltig gehoben - vielleicht kann man Glück zum Teil doch kaufen ;)

Da es schon halb 10 war, war der Pool schon geschlossen und wir hatten keine Möglichkeit mehr schwimmen zu gehen. Da aber für 10 Uhr ein Meeting mit unserem Residential Advisor angesetzt war, hatten wir sowieso schonwieder Mühe, rechtzeitig dafür fertig zu werden.
Dieses sehr aufschlussreiche Meeting war eigentlich nur dafür gedacht, alle daran zu erinnern, das Badezimmer sauber zu halten (ist ja nicht so einfach bei 15-20 Mädchen, die sich 3 Duschen teilen ;) )
und keinem Fremden zu sagen, wo wir wohnten. ;)

Nachdem wir noch einige Worte mit unserem RA bezüglich Gäste und Übernachtungen gewechselt hatten, die äußerst informativ und hilfreich waren, war es schonwieder spät geworden und fast schon Zeit fürs Bett. Natürlich fehlte noch etwas - eine Folge "Charmed", die am heutigen Abend besonders lustig und unterhaltsam war ;)

Dienstag, 22. Februar 2011

Hamptons, Obama and Californian Wine ;)

Durch den gestrigen Feiertag und unsere Ausflüge am Wochenende waren wir schon in Ferienstimmung, wodurch uns das Aufstehen heute Morgen wieder etwas schwerfiel. Wenigstens hatten wir es geschafft, von einem nervigen Weckton loszukommen und wurden heute von Rihanna's "Love the way you lie" aufgeweckt ;)

Nach einem kurzen Frühstück und einer interessanten Global Business Vorlesung blieben wir noch etwas länger in der Bücherei, um mit unserem Präsentations-Teamkollegen Joe zu tratschen. Im Laufe des Gesprächs erfuhren wir, dass er in den Hamptons lebt - und erhielten auch prompt eine Einladung dorthin, was uns klarerweise in große Freude versetzte ;)

Waschtag - Not macht erfinderisch ;)


Da wir schon ganze 4 Tage lang auf Sport verzichten hatten müssen, waren wir froh, heute nach dem Mittagessen (Maiskolben - yeaaaah :D ) endlich wieder ins Clark Athletic Center zu kommen. Dort waren auch Kate und Rebecca anwesend, was unser Workout noch kurzweiliger und spaßiger machte. Beim Tratschen mit Kate beschlossen wir, unser schon lange vereinbartes Wine-Tasting (Austrian vs. Californian Wines) für diesen Donnerstag anzusetzen. Weiters haben wir vor, am Freitag mit unserem Freund Umair nach Washington, D.C. zu Mr. Barack Obama zu fahren - also diese Woche ist schonwieder vollkommen verplant ;)

Nach dem Sport verbrachten wir die restliche Zeit bis zum Abendessen gebannt vor unseren Laptops - immerhin waren neue Folgen unserer Lieblingsserien verfügbar, und wir konnten es nicht erwarten sie zu sehen ;)
Außerdem war heute wieder einmal Waschtag - beim zweiten Mal kannten wir schon die Handhabung der Waschmaschine und des Trockners und schafften es, nichts zu verwaschen oder eingehen zu lassen ;)

Fürs Abendessen konnten wir uns wenig begeistern - Burger, Pizza und Onion Rings. Mittlerweile haben wir genug vom täglichen Fastfood, und so sättigten wir unseren Hunger eher mit Salat, Müsli und Obst (außerdem gab es gratis Chips, von denen wir uns auch 4 Packungen mitnahmen ;) )
Danach stand wieder einmal Financial Management auf dem Plan, in der wir heute die Berechnung des Free Cash Flows durchnahmen - vertrautes Gebiet für uns, das einzig Neue das wir heute hörten war das die Körperschaftssteuer in den USA ganze 40% beträgt.
Schon um halb 8 war die Vorlesung zu Ende, und wir machten uns mit unserer Freundin Carole auf den Weg zurück zu den Dorms.

Wie gewöhnlich ließen wir den Abend gemütlich ausklingen - bei Charmed, Klatsch&Tratsch und kleinen Vorbereitungen auf den nächsten Tag - morgen wird Daniela's Familie den Campus besuchen, worauf wir uns schon freuen ;)

Montag, 21. Februar 2011

President's Day Shopping Marathon

Nach einem erfrischenden Schlaf in einem gemütlichen Bett in einem WARMEN Hotelzimmer in Manhattan erwachte ich heute gut gelaunt - auch wenn der Blick aus dem Fenster meine Laune etwas trübte, da es im Gegensatz zum gestrigen blauen Himmel grau und bewölkt war und zusätzlich leicht schneite.
Daher entschlossen meine Familie und ich uns dazu, den Ausflug zum Empire State Building heute bleiben zu lassen, da es bei bewölktem Himmel sicher nicht so schön ist wie bei Schönwetter.



Doch wir ließen uns durch das Wetter den Tag nicht verderben und hielten uns an die Weisheit "ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück" - und gönnten uns lecker Pancakes, Fruchtsalat und Scrambled Eggs in einem Lokal nahe dem Hotel. Danach trennten sich unsere Wege - ich und meine Tante beschlossen die 5th Avenue unsicher zu machen, während meine Mutter und meine Schwester, die sich fürs Shopping nicht ganz so sehr begeistern konnten, das American Museum of Natural History besuchen wollten.

Da heute President's Day ist, also der Geburtstag von George Washington, dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten, waren die Häuser an der 5th Avenue dekoriert mit amerikanischen Flaggen - und auch vor dem Rockefeller Center, wo normalerweise lauter verschiedene Fahnen wehen waren an diesem Tag nur die Stars&Stripes von Amerika zu sehen.

Blick auf New Jersey über den Hudson River 


Glücklicherweise besitzen meine Tante und ich den gleichen (etwas teuren ;)) Geschmack was Kleidung, Taschen, Schuhe usw. betrifft, und so zog es uns zu den gleichen Läden - Dior, Chanel, Armani, Diesel, Louis Vuitton, Prada, Miu Miu, Burberry; um nur einige davon zu nennen ;)
Zum Abschluss zog es uns noch ins "Bergdorf Goodman" - ein 9-stöckiges Gebäude am Anfang der 5th Avenue wo alles, was Rang und Namen in der Fashionwelt hat, vertreten ist.

Besonders begeistert hat uns die Schuhabteilung im zweiten Stock - bei Jimmy Choo, Christian Louboutin und natürlich Manolo Blahnik fühlten wir uns wie in "Sex and the City" ;)
Obwohl wir mehrere Stunden auf der exklusivsten Einkaufsstraße der Welt verbrachten, blieb meine Kreditkarte unbenützt - was vielleicht daran lag dass die von mir angebeteten Stücke nicht ganz in meiner Preisklasse lagen ;) (Obwohl es natürlich viele Schnäppchen gab, wie eine Prada Tasche um 4,400 $ - quasi ein Geschenk ;) )

strahlend schönes World Financial Center bei strahlend schönem Wetter


Ermüdet vom stundenlangen Herumlaufen machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, wo wir schon von meiner Mutter und Schwester erwartet wurden, die ihren Besuch im Museum auch sehr genossen hatten. Da wir seit dem Frühstück keine Nahrung mehr zu uns genommen hatten, waren wir alle schon sehr vom Hunger geplagt, und freuten uns schon aufs geplante Steakessen ;)

Nachdem ich meine Siebensachen wieder zusammengepackt hatte machten wir uns auf den Weg ins "Country Grill", einem ausgezeichnetem Restaurant mit sehr gemütlicher Atmosphäre.
Dort orderten wir dann das gewünschte Steak - und wurden in keinster Weise enttäuscht. Schon alleine die vorher angebotenen Brötchen und der servierte Salat waren lecker, aber das Steak ist - so wage ich zu behaupten - das beste Fleisch das ich bis jetzt gegessen habe. Das mag vielleicht auch daran liegen, das ich es noch nie vorher gewagt hatte, etwas "medium" zu bestellen - aber ich bin froh es getan zu haben, denn es schmeckte einfach EXZELLENT und ich freue mich schon aufs nächste Steak ;)

Shopping, Fashion, Designer ;)


Da wir beim Schlemmen etwas die Zeit übersehen hatten, legten wir im Anschluss einen Powerwalk über die 20 Blocks bis zur Penn Station zurück, damit ich meinen 5:50 Zug noch erwischen konnte. Nach einem kurzen Abschied - wir sehen uns eh am Mittwoch wieder, deshalb gabs noch keine Tränen ;) - legte ich noch einen kurzen Spurt ein und war wenig später auf dem Weg zurück nach Long Island.

Wieder daheim weckte ich versehentlich Berni auf, deren um 5 Uhr getätigter "Power Nap" sich etwas ausgedehnt hatte ;) Dadurch hatte sie aber wenigstens noch Gelegenheit, etwas zu Essen zu erwischen, denn die Dining Hall sperrt ja schon um 8 Uhr zu. Da uns Freunde, die wir auf dem Weg zum Essen trafen, gewarnt hatten das es heute nichts Gutes gab, waren wir positiv überrascht als dann Truthahn, der echt so aussah wie das was die Amerikaner zu Thanksgiving essen, serviert wurde.

Fernsehprogramm in den USA ist bei weitem besser als daheim -
schon alleine 5x pro Woche How I Met Your Mother ;)


Gesättigt und gestärkt sowie nach dem Austausch der neuesten Neuigkeiten kehrten wir zurück in die Dorms, wo ich es kaum erwarten konnte, mein Macbook einzuschalten, denn nach 2 Tagen Facebook Entzug hatte ich das dringende Bedürfnis mich über den Klatsch und Tratsch der letzten Tage zu informieren ;)

Nachdem ich meine Neugierde endlich gestillt hatte, war es schonwieder so spät dass das einzige, was wir heute noch tun konnten, fernsehen oder schlafen gehen war - wir entschieden uns für ersteres und entspannten uns noch bei ein paar Folgen "Charmed" ;)

Sonntag, 20. Februar 2011

Eichhörnchen vs. New York

 Der heutige Tag begann mit wunderschönen Sonnenstrahlen, die einen nur aus den Federn locken konnten. Da ich mich heute auf den Weg nach Manhattan machte, um Daniela und ihre Familie zu besuchen, kam mir das sonnige Wetter mehr als entgegen. Voller Eifer machte ich mich fertig und ging aus dem Haus um auf den Shuttlebus der Uni zu warten, der um 10 Uhr vor den Residents Halls abfahren sollte um mich zur Zugstation zu bringen. In der trotz sonnigem Wetter, eisigen Kälte, verharrte ich also eine halbe Stunde, weil ich einfach nicht glauben wollte, dass der Bus nicht kommen wird. Und dann endlich - das brummende Geräusch unseres grünen Shuttlebusses.


Dank der modernen Technologie :D fanden sich Daniela, ihre Familie und ich auch eine Stunde später bei der Penn Station. Nach einer kurzen Vorstellrunde ;-) machten wir uns sodann ein zweites Mal auf den Weg Richtung Downtown. Und wo beginnen Finanzstudenten typischerweise einen Rundgang in Downtown???

World Financial Center




Natürlich im Zentrum der finanziellen Macht. Das World Financial Center zeigte sich heute im Sonnenlicht von seiner besten Seite. Und wieder einmal kribbelte jede einzelne Faser unseres Finanzstudenten-Körpers, da es einfach unfassbar ist sich wirklich hier zu befinden.


Gleich nach diesem Kribbeln, wenn man das Weltfinanzzentrum betritt, kommt aber auch sehr schnell der Gedanke an das Unglück vor 10 Jahren hoch, da man von dort aus direkt auf das Gelände des Ground Zero blicken kann. Um dieses Tragik von damals besser zu verstehen, wurde ein 9/11 Memorial gleich hinter dem Ground Zero eingerichtet, das von Überlebenden/Hinterbliebenen aber auch von dem Wiederaufbau berichtet. Wir haben es nun schon das zweite Mal besucht, aber wir haben heute wiederum festgestellt, dass sich alles in einem zusammenkrampft, wenn man die Bilder von dem Unglück sieht. Gerade deswegen, finden wir es sehr gut, dass an der Stelle, an der die beiden Türme standen, zwei Becken, zur Erinnerung an das tragische Unglück, gebaut werden. Diese werden dieses Jahr zum 10-jährigen "Jubiläum"  am 11.September 2011 eröffnet und wir haben beschlossen, dass wir danach sicher wiederkommen werden, um sie uns anzusehen!!

World Trade Center Site in naher Zukunft
 So und nun zu dem Teil, warum die Eichhörnchen sich mit New York anlegen *g*! Auf dem Weg zur City Hall, ein wunderschönes, weißes Gebäude inmitten eines Wolkenkratzer-Meeres, marschierten wir durch den City Hall Park. Dieser zeigte sich als eine nette kleine Oase inmitten des Großstadtdschungels, indem auch Tiere sich wohl fühlten. Unter anderem findet man auch niedliche kleine Eichhörnchen, die von Danielas Schwester sogleich ins Herz geschlossen wurden!! ;-) Die Eichhörnchen waren so zutraulich, dass sie sich sogar von ihr mit Nüssen füttern ließen, die wir zufällig dabei hatten. Und da ihr die kleinen Racker so gut gefielen, meinte sie prompt, sie wolle am liebsten den ganzen Tag hier verbringen und nicht durch New York marschieren. Natürlich war dies dann nicht der Fall, aber alleine die Tatsache, dass sie es gesagt hatte, fanden wir überaus süß und eine Überschrift wert!!!!


City Hall
 Als Nächstes machten wir uns dann auf den Weg zum zweiten Ort, der unsere Herzen mehr als hoch schlagen lässt ---- die Wall Street. Irgendwie fällt es einem bei diesem riesen Angebot an Traumjobs richtig schwer sich zu entscheiden, wo man in Zukunft einmal arbeiten möchte. ;-) Für uns beide ist aber eins kristallklar, dass wir irgendwann einmal auf der Wall Street oder im World Financial Center arbeiten wollen!!

New York Stock Exchange bei Nacht

Weiter ging unsere Reise die Wall Street entlang immer Richtung Staten Island Ferry, da wir diese Fahrt heute auch einmal bei Tag erleben wollten. Dank des sonnigen Wetters hat es uns heute besonders viel Spaß gemacht, draußen zu stehen und die Stadt auf uns wirken zu lassen. In Staten Island angekommen entdeckten wir nach kurzer Zeit ein nettes Restaurant in dem wir eine Kleinigkeit zu uns nahmen.

Eine Portion Allgemeinbildung vor dem Essen gefällig???
Zurück von der Insel, machten wir uns schnurstracks auf den Weg ins Century 21, da wir darauf hofften ein Schnäppchen zu ergattern. Leider hatten wir aber heute nicht so viel Glück, beschlossen aber bald wieder zurückzukommen und uns einen ganzen Tag Shopping zu gönnen :D

Trinity Church bei Nacht
Da wir alle schon sehr müde von dem Sightseeing-Trip waren, machten wir uns kurz darauf auf den Heimweg. Daniela fuhr mit ihrer Familie zurück ins Hotel und ich begab mich auf den Weg zurück nach Old Westbury.

Kaum zu Hause angekommen, kam mir unsere Zimmernachbarin Carole entgegen und wie immer, wenn wir beide uns sehen reden wir über Gott und die Welt und merken gar nicht, wie die Zeit vergeht. Als ich mich dann von dem fesselnden Gespräch losreißen konnte, machte ich mich auf den Weg in mein Zimmer und war richtig froh mich auf die faule Haut legen zu können.

Daniela auf dem roten Teppich! ;-)
Daniela und ich sind übrigends morgen Abend wieder vereint - die Leute fragen nämlich schon, wo denn meine Schwester/Cousine abgeblieben ist ;)

Samstag, 19. Februar 2011

Cider in New York???


 Nach dem spannenden Trip nach Yale, wollten vor lauter Aufregung unsere Äuglein nicht zufallen, also ließen wir unseren Tag noch einmal Revue passieren und unterhielten uns darüber, wie wir es schaffen könnten an dieser Universität einen Studienplatz zu ergattern. Dementsprechend schwer kamen wir heute natürlich aus den Federn. ;-) Fürs Ausschlafen blieb aber heute keine Zeit, da Daniela die Residence Halls schon morgens verließ, um ein Wochenende in Manhattan mit ihrer Familie(Mutter, Schwester und Tante) zu verbringen.


Mein Tag begann zirka eine Stunde nachdem Daniela den Campus verlassen hatte, da ich mich noch einmal im Bett umdrehen musste. Nachdem auch ich mich dann aus den weichen Federn bequemt hatte, schaltete ich schon den Computer ein, um mit meinen Lieben zu Hause zu telefonieren beziehungsweise zu schreiben.
Um die Mittagszeit begab ich mich dann in Richtung Dining Hall im Campus Center, da ich mich dort mit Kate und Keshia verabredet hatte, um mit ihnen Mittagessen zu gehen. Da das Essen im Campus Center heute anscheinend nicht so ansprechend aussah, meinten sie, dass wir lieber Off-Campus essen gehen sollten.

Berni's Schreibtisch, von dem aus mit zu Hause kommuniziert wird :D

Ein paar Minuten später saßen wir auch schon in Kate's Auto und waren auf den Weg zu einem Chinesischem Restaurant. Bei leckerem Grüntee und diversen chinesischen Gerichten plauderten wir über Gott und die Welt. Unter anderem wurde ich über die Österreichische Küche und unsere Getränke in Österreich ausgefragt. Wir sprachen aber auch über Kate's Heimat, wo man angeblich sensationell guten Wein zu trinken bekommt. Daraufhin wurde gleich ein Wine-Tasting in nächster Zeit vereinbart, bei dem österreichische und kalifornische Weine verkostet werden - außerdem wird es verschiedenste Käsesorten und Cracker geben!! Also wir freuen uns schon riesig darauf!!!!



Während dem Gespräch kamen wir auch darauf zu sprechen, dass die Österreicher Cider trinken. Kate wusste sofort von welcher Art von Getränk ich sprach und meinte, dass es ganz in der Nähe ein Geschäft gäbe, dass Cider verkaufen würde. Da wurde ich natürlich neugierig, was die New Yorker auf Long Island unter dem, in Österreich bekannten Most, verstanden. Also machten wir uns kurz darauf auf den Weg dorthin. Der Geschmack dieses sogenannten Cider hat mich ehrlich gesagt überaus positiv überrascht. Er schmeckte wie ein frisch von der Mostpresse kommender Saft, der in keinster Weise behandelt wurde. Alkohol war dadurch zwar natürlich keiner enthalten, aber so einen guten Apfelsaft zu finden, hätte ich im Leben nicht erwartet.


Da wir nach dem leckeren Saft noch Lust auf Eiscreme (im Winter :D ) hatten, machten wir uns noch auf den Weg in eines der angeblich besten Eislokale auf Long Island. Vor lauter Experimentierfreude stürtzte ich mich auf die beiden Sorten "Chocolate-Peanut Butter" und "Caramel Crunch" und sie schmeckten wirklich hervorragend. Nach diesem tollen und überaus kalorienreichen Nachmittagsausflug kehrten wir wieder auf den Campus zurück, da Kate und Keshia noch einiges für die Uni zu erledigen hatten.

Am Abend bekam ich dann noch Besuch von unserer Zimmerkollegin Carole, mit der ich auch noch ein paar Worte wechselte, bis ich dann Abend essen ging. In der Dining Hall hatte ich dann noch das Glück, dass ein paar Austauschstudenten aus China zur selben Zeit essen waren und ich mich zu ihnen gesellen konnte. Den heutigen Tag habe ich noch gemütlich mit ein paar Filmen beendet, da ich morgen in die Stadt fahren werde, um Daniela und ihre Familie bei unserem "Wall Street Volume 2"-Trip zu begleiten ;)

Apropos: Daniela und ich haben sehr wahrscheinlich die Chance nächste Woche endlich die Hauptstadt dieses aufregenden Landes kennenzulernen - Washington D.C. wir kommen!!!!!

Freitag, 18. Februar 2011

WE WANT YALE!!!!

Auch wenn es uns nach der gestrigen Nacht etwas schwer fiel, die Augen zu öffnen, so ließen doch zwei Tatsachen unsere Motivation zum Aufstehen gewaltig steigen: erstens stand heute der Ausflug nach Yale auf dem Programm, UND es schien die Sonne!

Nach einem kräftigenden Frühstück, bestehend aus lecker Omlette und knuspriger Waffel trafen wir unseren Freund Umair, mit dem wir den heutigen Tag verbrachten. In seinem SUV gings kurz darauf los - Destination: New Haven, Connecticut.
Wir genossen schon alleine die Fahrt dorthin, denn als wir die Brücke von Queens nach Manhattan überquerten, hatten wir wieder einmal eine wunderbare Aussicht auf die Skyline, und es war interessant auch mal per Auto in der City unterwegs zu sein, denn hier gelten eindeutig andere Regeln als daheim - was bei uns schon fast als Verkehrschaos gilt, wird hier als angenehmer Verkehr bezeichnet ;)

nette Begrüßung ;)


Nach einer kurzen Fahrt an der Upper East Side und dem East River entlang gelangten wir schließlich in die Bronx - der einzige Teil von New York City, in dem wir noch nicht gewesen waren, und das was wir vom Auto aus sahen war auch wirklich nicht sehenswert. Einige Meilen später überquerten wir die Staatsgrenze und wurden vom Staat Connecticut willkommen geheißen. Nach ungefähr 1.5h Fahrt erreichten wir schließlich den Ort, an den wir gelangen wollten - New Haven, Standort der bekannten Ivy-League University YALE.

Best Burger in America -
schmeckt um einiges besser als er aussieht :D


Schon als wir aus dem Auto ausstiegen und die ersten paar Häuser sahen, verliebten wir uns augenblicklich in diese wunderschöne Stadt, die stark an die britische Universitätsstadt Oxford erinnerte und ganz im Gegenteil zu Manhattan nicht aus Wolkenkratzern, sondern aus lauter schönen, kleinen und süßen Häusern besteht. Da uns vor unserer Tour durch Yale noch fast 2 Stunden Zeit blieben, beschlossen wir uns was zu Essen zu besorgen - da wir aber nicht wirklich wussten, was wir wollten, entschieden wir uns dazu einen Passanten nach guten Essensmöglichkeiten zu fragen. Dies erwies sich als cleverer Schachzug, denn Jeff, den wir anquatschten, gab uns einen Geheimtipp - ein Lokal namens "Prime 16", das angeblich die besten Burger in ganz Amerika zu bieten hatte. Nach diesem Statement war es quasi ein Muss für uns, dort zu speisen, und es erwies sich als eine glorreiche Idee. Von selbst hätten wir das Lokal nie gefunden, da es von außen unscheinbar wirkt und auch kein Touristenlokal ist, aber wir hatten ja glücklicherweise einen Insider-Tipp erhalten.

Lux et Veritas - Licht und Wahrheit


Das Restaurant war supergemütlich eingerichtet und strömte ein typisch amerikanisches Flair aus, außerdem waren die Kellner sehr freundlich und es wurde sogar deutsches Bier angeboten ;)
Die Auswahl an Burgern und anderen Leckereien war riesig - und so entschieden wir uns, Jeff's Empfehlung zu folgen uns bestellen den "Cajun Melt Patty Burger". Schon beim Anblick des Essens lief uns das Wasser im Mund zusammen, und wir genossen den ersten Bissen gleichermaßen wie den letzten. Gesättigt und zufrieden waren wir uns einig, das wir Jeff zustimmen können - dies war eindeutig der beste Burger den wir je gegessen hatten! ;)

so siehts in New Haven aus ;)


Mittlerweile war es 2 Uhr geworden, und wir machten uns auf den Weg zum Yale Visitor's Center. Dort lernten wir gleich unsere Gruppenleiterin kennen, eine Freshman-Studentin namens Claire, die aus Texas kam und uns von Anfang an sympathisch war. In der Gruppe befand sich auch eine Österreicherin - sie stammte aus Wien und war auf Besuch in den Vereinigten Staaten, und hatte wie wir Lust darauf gehabt, ein Ivy League College mal in echt zu sehen ;)



Die Tour führte uns quer durch New Haven, denn die Yale University ist nicht ein großer Gebäudekomplex, sondern besteht aus 12 Undergraduate und mehreren Graduate Colleges, die quer über New Haven verstreut liegen. Da wir beide große Fans der Serie "Gilmore Girls" sind und deren Hauptdarstellerin Rory die Yale University besucht, war es eine große Freude für uns, den Handlungsort zu sehen und uns wie sie zu fühlen ;)
Unsere Gruppenleiterin machte ihre Sache sehr gut - mit viel Humor aber auch beträchtlichem Wissen über Yale und dessen Geschichte führte sie uns herum, und sie erzählte mit soviel Begeisterung und Leidenschaft, das in uns der Wunsch wuchs, selbst hier zu studieren. Überhaupt ist der Campus wunderschön, die Gebäude sind beeindruckend, teilweise schon alt aber hervorragend restauriert und einfach die Größe der Universität ist überwältigend - genauso wie zum Beispiel die Tatsache, das über 12 Millionen (!!!) Bücher hier beherbergt sind.
Je mehr wir mit Claire redeten und von der Universität bzw. der Stadt sahen desto stärker wurde unser Wunsch, hierher zu wechseln, und wir konnten garnicht mehr aufhören uns gegenseitig vorzuschwärmen und unzählige Fotos zu schießen.

Freshman Dorms


Als die Tour zu Ende war machten wir uns auf den Weg in ein Cafe, um uns eine kleine Auszeit zu gönnen und die Gelegenheit zu haben, uns nach dem mehrstündigen Spaziergang wieder mal hinzusetzen. Die Atmosphäre in dem Studentencafe war so angenehm, das wir uns zwischen all den Elitestudenten pudelwohl fühlten und eine ganze Weile dort verbrachten und einfach nur tratschten.
Unsere Befürchtung bzw. Erwartung, dass alle die hier studieren arrogante Schnösel sind, die sich für etwas besseres halten, wurde in keinster Weise bestätigt - ganz im Gegenteil, die Leute waren unglaublich freundlich und freuten sich darüber, uns kennen zu lernen und beantworteten bereitwillig jede unserer Fragen.

Blauer Himmel, Sonnenschein, Ivy League :)


Im Anschluss an unsere Kaffeepause begaben wir uns in den Yale Bookstore, in dem es neben Büchern auch alle möglichen Yale-Artikel gab - von Pullovern, T-Shirts und Schals bis über Becher, Schlüsselanhänger und sogar Socken. Auch hier hielten wir uns wieder eine ganze Weile auf, einfach weil wir nicht genug davon bekommen konnten herum zu stöbern und tolle Sachen zu entdecken ;)

eine der zahlreichen Bibliotheken in Yale -
hier gibt es sogar eine Gutenberg-Bibel!!!


Mittlerweile war schon es schon Abend geworden und draußen war es dunkel - was hieß das alles beleuchtet war und noch schöner aussah. Mit einem lachenden Herzen und freudestrahlenden Augen liefen wir zwischen den Resident Halls herum und kamen mit mehreren Studenten ins Gespräch, die wiederum alle superfreundlich waren und uns begeistert von Yale vorschwärmten. Als uns eine der Studentinnen anbot, uns ihr Zimmer zu zeigen, waren wir natürlich voller Begeisterung dabei - gleich würden wir sehen, wie man lebt wenn man ein Ivy-League College besucht!!
Alle Freshmen teilen sich hier eine Suite, in der zwischen 4-8 Studenten wohnen, und die ein Bad und eine Küche beinhaltet - auch wenn hier kein Luxus geboten wurde - WIR würden auf der Stelle einziehen ;)

großartiger Tipp von Jeff ;)


Natürlich waren wir uns darin einig, das wir zum Abschluss noch eine Bar bzw. etwas Ähnliches aufsuchen müssen, um dem Abend ein würdiges Ende zu setzen. Jeff, der uns schon fürs Mittagessen einen super Tipp geliefert hatte, hatte uns auch noch das "Firehouse 12" ans Herz gelegt - angeblich ein gemütliches und beliebtes Lokal. Also machten wir uns auf die Suche danach, und spazierten gemütlich bei wirklich angenehmen Außentemperaturen (fast 60° Fahrenheit) durchs nächtliche New Haven.
Schließlich fanden wir das, was wir wollten, und waren zum zweiten Mal an diesem Tag dankbar, dass wir genau Jeff angequatscht hatten, denn auch sein zweiter Tipp bot uns genau das, was wir suchten.

Yale Maskottchen


In gemütlicher Umgebung gönnten wir uns also noch Drinks zum Abschluss und stießen mit Umair auf einen wirklich grandiosen Tag an. Die Zeit verging bei Gesprächen über Yale, Österreich und vielen weiteren Themen wie im Fluge, und wir sahen uns gezwungen, Abschied von dieser wunderbaren Stadt zu nehmen. Schweren Herzens machten wir uns also auf den Rückweg zur Parkgarage - gerade noch rechtzeitig, da diese um 9:00 schloss und wir um 8:59 den Schranken passierten ;)



Auf dem Rückweg nach Long Island hielten wir uns mit anregenden Gesprächen über allerlei Themen wach - aber als wir die Brücke überquerten und die nächtliche Skyline von Manhattan sahen blieb uns wieder mal der Atem weg - es ist einfach wunderschön anzusehen und wir können nicht genug davon kriegen ;)
Da seit dem Verzehr des besten Burgers schon über 10 Stunden vergangen waren, hatten wir noch Lust auf einen kleinen Mitternachtssnack. Glücklicherweise befinden wir uns in einem Land, in dem es kein Problem darstellt, um diese Uhrzeit noch was Warmes zum Essen zu besorgen. Also bogen wir ins Drive-In eines nahegelegenen Kentucky Fried Chicken Restaurants ein und stillten unseren Hunger mit Hühnchen und Potatoe Wedges. Anschließend brachte uns Umair zu unseren Dorms zurück, und wir verabschiedeten uns von ihm und bedankten uns für diesen wunderbaren Ausflug.

der Legende nach bringt es Glück, am Zeh von Theodor Dwight Woolsey zu rubbeln -
also nichts wie los!! ;)

Müde aber überglücklich kehrten wir nach über 15 Stunden wieder in unser Zimmer zurück, wo uns unser Bett schon freudig erwartete. Jedoch mussten wir erst noch das heute Erlebte verarbeiten, Fotos begutachten, Blog schreiben bzw. auf dem schnellsten Weg herausfinden, wie man sich in Yale bewerben kann, sodass wir noch etwas Zeit wach blieben, bevor uns unser Körper sowie unser Gehirn davon überzeugte, das es Zeit ist abzuschalten ;)

Wieder einmal haben wir einen Tag hier erlebt, den man besser mit englischen Worten beschreiben kann - AWESOME, AMAZING & LEGENDARY! Eine Universität wie Yale ist in Österreich nicht zu finden, und wir waren/sind einfach überwältigt davon, wie schön es sein kann, auf einem Ivy-League College zu studieren ;)
 Da wir die Kontaktdaten einer Yale Studentin bekommen haben, werden wir uns bemühen, mit ihr in Kontakt zu bleiben und wer weiß - vielleicht können wir unseren American Dream verwirklichen und eines Tages in New Haven studieren ;)
Ab morgen trennen sich nun unsere Wege für ein paar Tage - Daniela wird das Wochenende in Manhattan verbringen, da sich ihre Mutter, Schwester und Tante in der Stadt auf Besuch befinden, während Bernadette sich hier am Campus mit unseren Freunden eine schöne Zeit machen wird ;)