Sonntag, 27. Februar 2011

Hello Mr President!

Nach einem erholsamen Schlaf holte uns der Wecker um kurz nach 7 aus dem Bett, und nachdem wir uns frisch gemacht und wieder gepackt hatten genehmigten wir uns noch ein leckeres Frühstück im Hotel, das uns stark an das erinnerte, was wir jeden Tag in der Dining Hall serviert bekommen ;)

Bernadette vor dem weißen Haus -
Barack Obama steht am Fenster, leider schwer zu erkennen ;)


Nachdem wir etwas Probleme mit dem Navigationssystem hatten, beschlossen wir den Weg nach DC auf die altmodische Art und Weise zu finden - mit einem Stadtplan ;) Dies gelang uns hervorragend, und gegen 9 wurden wir von Umair beim Welcome Center abgesetzt - er machte sich auf den Weg zu seinem Seminar, und wir beschlossen uns um halb 6 wieder hier zu treffen.

American Red Cross Headquarters


Natürlich war uns klar, wo wir unsere Sightseeingtour beginnen wollten - im weißen Haus, wo uns Mr. Obama selbstverständlich schon erwartete ;) Aber bevor wir dorthin gingen, drehten wir noch eine Runde im White House Visitor Center, das auf dem Weg lag. Dort erfuhren wir viel Interessantes über die Geschichte des Hauses und bekamen auch das Innere des Hauses von Michelle Obama per Video präsentiert - und man muss schon sagen, in diesem "Haus" könnte man sich echt wohlfühlen ;)

Daughters of the American Revolution Headquarters


Leider muss man, wenn man eine Führung durchs weiße Haus will, schon 2-3 Monate seinen Congressman kontatkieren oder in unserem Fall seine Botschaft, was wir nicht gewusst hatten, deshalb hatten wir leider keine Möglichkeit ins Innere zu gelangen. Aber auch der Anblick von außen war schön - auch wenn uns die Scharfschützen, die auf dem Dach standen, leicht verunsichterten ;)

Daniela auf dem tollen Citybike ;)


Weiter gings mit den Headquarter des Amerikansichen Rote Kreuzes und der Daughters of the American Revolution - beides sehr beeindruckende, riesengroße und wunderschöne alte Gebäude, mit weißen Säulen und allem drum und dran ;)
Da DC doch eine etwas größere Stadt ist und unsere Zeit leider sehr beschränkt war, kamen wir auf die geniale Idee, uns Citybikes auszuleihen, die an diversen Orten verliehen wurden. Gesagt getan - wir zückten unsere Kreditkarten, swipten sie, und schon waren wir im Besitz zweier wunderschöner roter Fahrräder, die wir solange benutzen konnten wie wir wollten (bzw solange wir bereit waren dafür zu bezahlen ;) )

Lincoln Memorial


Also schwangen wir uns in den Sattel, traten in die Pedale und genossen den wunderschönen Tag in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten - das Wetter war traumhaft, denn auch wenn die Sonne etwas später erst zum Vorschein kam, war es im Vergleich zu New York sehr mild und angenehm, und auch der Wind ging fast nicht.

Washington Monument - nahezu greifbar :D


Daher fuhren wir auf der Roosevelt Bridge hin und her und auch hinüber nach Arlington, wo ein berühmter Friedhof liegt, den wir aber nicht unbedingt besuchen wollten und auch mit unseren Rädern nicht durften. Als wir so dahinradelten, den Wind im Haar und ein glückliches Lächeln im Gesicht, spürten wir förmlich die Freiheit und die unbegrenzten Möglichkeiten, von denen man in Amerika immer so schwärmt, und es ist ein wahrhaft traumhaftes Gefühl ;)

World War II Memorial


Unsere Radtour ging weiter zum Lincoln Memorial, ein wunderschönes weißes Gebäude, in dem auch die berühmte Gettysburg Rede eingraviert ist. Vom Memorial aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf das Washington Memorial - ein Anblick der uns schon von diversen Filmen und Fernsehen bekannt ist. Danach radelten wir weiter durch den Park, in Richtung World War 2 Memorial, dessen 50 Säulen die Staaten von Amerika repräsentieren.

in den USA gibt es Polizisten zu Pferd...

... und welche mit Fahrrad ;)



Anschließend stand uns ein etwas längeres Stück bis zum Jefferson Memorial bevor, das auf der anderen Seite des Sees lag. Nach einer schönen Fahrt entlang dieses Sees standen wir abermals vor einem schönen, antik wirkenden weißen Gebäude, das mehr als nur ein Foto wert war. Als wir gerade wieder weiter wollten, vernahmen wir deutsche Worte - und lernten wenig später einige Deutsche kennen, die auch Urlaub in Washington machten. ;)

Jefferson Memorial


Anschließend fuhren wir zurück zum weißen Haus, das wir auch mal von der Rückseite sehen wollten. Wir schafften es, gerade rechtzeitig zu kommen, um eine Demonstration mit zu erleben, die hinter dem weißen Haus veranstaltet wurde. Darin ging es um die Rechte von Arbeitern usw. - ein Thema das wir gerade in unserer Global Business Vorlesung diskutieren, also waren wir auf dem neuesten Stand der Dinge. Da wir als Studenten nicht mitdemonstrieren wollten, genossen wir noch eine Weile den Anblick des weißen Hauses, doch da sich Mr Obama nicht blicken ließ, radelten wir weiter, und da wir schon über 2h unterwegs waren und die Räder nicht gerade billig waren, beschlossen wir sie schweren Herzens zurückzugeben.

Demonstration hinter Obama's Zuhause


Mittlerweile war es auch schon 3 Uhr, und der Hunger meldete sich - daher suchten wir die "Food Hall" auf, wo wir uns lecker Burritos und später Kaffee bzw. Smoothies genehmigten. Auf dem Weg zum Capitol lernten wir zwei Au Pair Mädchen kennen, eine aus Frankreich, eine aus der Schweiz, und zeigten ihnen den Weg zum Hardrock Cafe. 

US Capitol


Beim Capitol angekommen waren wir schlichtweg überwältigt von dessen Anblick - es stand da im Sonnenschein, schneeweiß, riesengroß und strahlte einfach Macht aus. Da es gerade angenehm warm war, ließen wir uns auf der Mauer vor dem Capitol nieder und genossen einfach den Anblick, der sich uns bot. Washington DC ist ganz anders als New York - es ist nicht so hektisch und laut, sondern ruhig und wunderschön und ein perfekter Ort zum Entspannen und Genießen ;) Außerdem gibt es keine Wolkenkratzer, das höchste Gebäude ist das Washington Monument, das man von der ganzen Stadt aus sehen kann. Nachdem wir noch für einen Schnappschuss mit einem netten Franzosen Modell gestanden hatten, machten wir uns auf den Weg Richtung Washington Monument - ein wunderschöner Spaziergang im Sonnenschein.

50 Flaggen rund ums Monument


Als wir gerade so spazierten und redeten, wurden wir von einem Mann angesprochen, der uns eine gratis Führung durch DC anbot. Sein Name war John Paul, und er war aus Texas und erst vor einem Jahr hier hergezogen, wo er für das State Department arbeitete. Als er erwähnte, das er im weißen Haus ein und aus gehen konnte wie es ihm gefiel, beneideten wir ihn darum - auch wenn er meinte es sei doch nur ein ganz normales Haus ;)

wunderschönes US Capitol


Leider fehlte uns die Zeit für eine Führung, da es schon fast 5 war und wir uns auf den Weg zurück machen mussten. Daher plauderten wir noch eine Weile und verabschiedeten uns dann, um uns noch das Washington Monument aus der Nähe anzusehen. Dies ist im Prinzip ein hoher Turm, der von 50 Flaggen (genau 50, wir haben sie gezählt ;) ) gesäumt wird, und auf den man auch hinauffahren kann.
Auch dazu fehlte uns die Zeit, und wir eilten zurück zum Welcome Center um uns mit Umair zu treffen.

US Capitol bei Sonnenuntergang


Da er noch nie Downtown DC gesehen hatte, wiederholten wir also unseren Spaziergang von vorhin - Capitol, Washington Monument und weißes Haus. Als wir mit unserer Führung fertig waren, war es schonwieder Zeit fürs Abendessen - und wir beschlossen das HardRock Cafe in DC aufzusuchen. Dort wurde uns lecker Essen, gute Musik und nette Unterhaltung geboten, aber wir merkten das wir langsam müde wurden, und wir hatten ja noch eine lange Fahrt vor uns.



So verließen wir Washington DC gegen halb 10, und machten uns auf den Weg heim nach New York, wo wir um ca. halb 3 erschöpft und müde aber glücklich ankamen.
Wieder einmal haben wir hier ein grandioses Wochenende erlebt, und wir fühlten uns in DC wirklich sehr wohl, da es eine wunderschöne Stadt ist und einfach total interessant  - jedoch ist ein Tag fast zu kurz, da es noch soo viel gibt das wir gerne gesehen hätten - Museum of Crime, Museum of Spy, Pentagon (haben wir nur im Vorbeifahren gesehen)...

zukünftige Elite-Einheit des FBI ;)

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