Was für ein Glück für uns, dass wir heute morgen schneefrei hatten - denn wir hätten es vermutlich nicht geschafft, unsere Körper davon zu überzeugen, um halb 8 das kuschelig warme Bett zu verlassen und uns hinaus in die eisig nasse Kälte zu begeben.
Unseren eigentlichen Plan, um 9 aufzustehen, frühstücken zu gehen und dann unsere Aufgaben zu erledigen warfen wir über Haufen, als wir aufwachten und unsere Uhren 11:30 anzeigten.
Da wegen des Schnees die Dining Hall am Vormittag sowieso geschlossen gewesen wäre, fanden wir uns so gegen halb 1 zum gemütlichen Brunch dort ein, genossen noch ein Omlett sowie frischgebackene Waffeln bevor wir uns wieder einmal auf den Weg ins Clark Athletic Center machten - mittlerweile können wir das fast unser zweites Zuhause nennen ;)
Im Wasser bekamen wir dann die letzten Anweisungen und Tips von unserem Coach für das heutige Swim Meet am Abend, wurden mit Brownies und Wasser versorgt, packten unsere Sachen und setzten uns in den Bus. Auf der Fahrt dorthin amüsierten wir uns mit den anderen 5 Teammitgliedern und so verging die Fahrt nach Brooklyn zum Wettkampfort ziemlich schnell.
Da die gegnerische Mannschaft, das St. Joseph's College aus Brooklyn, über keinen eignen Pool verfügt, trafen wir uns in einer örtlichen High School, der Brooklyn Technical High School, um gegeneinander anzutreten. Unser erster Eindruck einer amerikanischen High School war, dass sie in keiner Weise mit einer österreichischen öffentlichen Schule zu vergleichen ist. Erstens einmal war sie viiiel größer - 7 Stockwerke, unendliche lange Gänge und über 10 Stiegenhäuser, und zweitens einmal war der Zustand des Gebäudes sowie der Einrichtung ... nun ja sagen wir man erkannte dass es eine öffentliche Schule war ;)
Nach dem Umziehen trafen wir auf unsere Gegner - die "Lady Bears" des St. Joseph's College. Bevor es dann richtig losging, durften wir noch - mit der rechten Hand auf dem Herz - den Klängen der amerikanischen Nationalhymne lauschen - ein zugegebenermaßen seltsames Gefühl als Österreicher zwischen all den andächtig lauschenden und teilweise mitsingenden (oder zumindest den Text beherrschenden) Amerikanern zu stehen.
Dann ging es auch schon los - gestartet wurde mit einem Art Staffelrennen (Medly Relay), in dem vier Schwimmer vier unterschiedliche Stile schwimmen - Rücken, Brust, Butterfly und Freestlye. Hier konnten wir zumindest den zweiten Platz holen - wenn auch nur von 3 möglichen ;)
Es folgten weitere Bewerbe, insgesamt acht, bis wir wieder an der Reihe waren, zum 100 Yard Brustschwimmen. Aufgeregt und nervös warteten wir auf unser Signal - "Swimmers, take your mark - GO!"- und weg waren wir. Auf 4 Längen versuchten wir, unser Bestes zu geben, und waren beide stolz darauf unsere gestrige Zeit um einige Sekunden zu schlagen sowie die Plätze 1 und 2 zu erschwimmen!!!
Auch unser Coach lobte uns und dankte uns dafür noch in letzter Sekunde dem Team beigetreten zu sein.
http://www.oldwestburypanthers.com/news/2011/2/2/WSWIM_0202110727.aspx?path=wswim
Nachdem auch der letzte Bewerb vorbei war, gab es zu unserer großen Freude gratis Pizza und Getränke für alle - jetzt wissen wir auch warum Sportveranstaltungen hier in Amerika so beliebt sind ;)
Da wir von dem langen und eindrucksreichen Tag schon ziemlich erschöpft waren, freuten wir uns dass wir uns bald darauf auf den Heimweg machten. Dieser wurde uns noch durch den Anblick der Skyline von Manhattan bei Nacht versüßt, sodass wir am liebsten die Brooklyn Bridge überquert und das Manhattaner Nachtleben erkundet hätten.
Zuhause angekommen war es dann doch schon so spät, das wir froh waren ins Bett gehen zu können - immerhin war uns der Wettergott gnädig und hat uns keinen Schneesturm geschickt, was jedoch auch bedeutet dass wir morgen um 8:30 frisch und gut gelaunt in unserer Global Business Vorlesung sitzen sollen ;)
Nun ja, unser Tag war damit noch nicht ganz zu Ende, denn als wir schon gemütlich gegen halb 12 in unseren Betten lagen und noch etwas auf Facebook stalkten, klopfte es an unserer Tür, und draußen standen Nick, den wir am Freitag beim Schwimmtraining kennen gelernt hatten sowie ein Freund von ihm, die uns noch kurz Gute Nacht sagten und uns fragten ob wir Lust auf Party morgen hätten. Geschockt und etwas peinlich berührt da wir in unseren süßen Snoopy Pyjamas die Tür geöffnet hatten, ließen wir die Antwort noch offen, werden aber morgen fix zusagen, denn wer will sich schon Party in the US entgehen lassen ;)

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