Nach einem kräftigenden Frühstück, bestehend aus lecker Omlette und knuspriger Waffel trafen wir unseren Freund Umair, mit dem wir den heutigen Tag verbrachten. In seinem SUV gings kurz darauf los - Destination: New Haven, Connecticut.
Wir genossen schon alleine die Fahrt dorthin, denn als wir die Brücke von Queens nach Manhattan überquerten, hatten wir wieder einmal eine wunderbare Aussicht auf die Skyline, und es war interessant auch mal per Auto in der City unterwegs zu sein, denn hier gelten eindeutig andere Regeln als daheim - was bei uns schon fast als Verkehrschaos gilt, wird hier als angenehmer Verkehr bezeichnet ;)
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| nette Begrüßung ;) |
Nach einer kurzen Fahrt an der Upper East Side und dem East River entlang gelangten wir schließlich in die Bronx - der einzige Teil von New York City, in dem wir noch nicht gewesen waren, und das was wir vom Auto aus sahen war auch wirklich nicht sehenswert. Einige Meilen später überquerten wir die Staatsgrenze und wurden vom Staat Connecticut willkommen geheißen. Nach ungefähr 1.5h Fahrt erreichten wir schließlich den Ort, an den wir gelangen wollten - New Haven, Standort der bekannten Ivy-League University YALE.
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| Best Burger in America - schmeckt um einiges besser als er aussieht :D |
Schon als wir aus dem Auto ausstiegen und die ersten paar Häuser sahen, verliebten wir uns augenblicklich in diese wunderschöne Stadt, die stark an die britische Universitätsstadt Oxford erinnerte und ganz im Gegenteil zu Manhattan nicht aus Wolkenkratzern, sondern aus lauter schönen, kleinen und süßen Häusern besteht. Da uns vor unserer Tour durch Yale noch fast 2 Stunden Zeit blieben, beschlossen wir uns was zu Essen zu besorgen - da wir aber nicht wirklich wussten, was wir wollten, entschieden wir uns dazu einen Passanten nach guten Essensmöglichkeiten zu fragen. Dies erwies sich als cleverer Schachzug, denn Jeff, den wir anquatschten, gab uns einen Geheimtipp - ein Lokal namens "Prime 16", das angeblich die besten Burger in ganz Amerika zu bieten hatte. Nach diesem Statement war es quasi ein Muss für uns, dort zu speisen, und es erwies sich als eine glorreiche Idee. Von selbst hätten wir das Lokal nie gefunden, da es von außen unscheinbar wirkt und auch kein Touristenlokal ist, aber wir hatten ja glücklicherweise einen Insider-Tipp erhalten.
| Lux et Veritas - Licht und Wahrheit |
Das Restaurant war supergemütlich eingerichtet und strömte ein typisch amerikanisches Flair aus, außerdem waren die Kellner sehr freundlich und es wurde sogar deutsches Bier angeboten ;)
Die Auswahl an Burgern und anderen Leckereien war riesig - und so entschieden wir uns, Jeff's Empfehlung zu folgen uns bestellen den "Cajun Melt Patty Burger". Schon beim Anblick des Essens lief uns das Wasser im Mund zusammen, und wir genossen den ersten Bissen gleichermaßen wie den letzten. Gesättigt und zufrieden waren wir uns einig, das wir Jeff zustimmen können - dies war eindeutig der beste Burger den wir je gegessen hatten! ;)
| so siehts in New Haven aus ;) |
Mittlerweile war es 2 Uhr geworden, und wir machten uns auf den Weg zum Yale Visitor's Center. Dort lernten wir gleich unsere Gruppenleiterin kennen, eine Freshman-Studentin namens Claire, die aus Texas kam und uns von Anfang an sympathisch war. In der Gruppe befand sich auch eine Österreicherin - sie stammte aus Wien und war auf Besuch in den Vereinigten Staaten, und hatte wie wir Lust darauf gehabt, ein Ivy League College mal in echt zu sehen ;)
Die Tour führte uns quer durch New Haven, denn die Yale University ist nicht ein großer Gebäudekomplex, sondern besteht aus 12 Undergraduate und mehreren Graduate Colleges, die quer über New Haven verstreut liegen. Da wir beide große Fans der Serie "Gilmore Girls" sind und deren Hauptdarstellerin Rory die Yale University besucht, war es eine große Freude für uns, den Handlungsort zu sehen und uns wie sie zu fühlen ;)
Unsere Gruppenleiterin machte ihre Sache sehr gut - mit viel Humor aber auch beträchtlichem Wissen über Yale und dessen Geschichte führte sie uns herum, und sie erzählte mit soviel Begeisterung und Leidenschaft, das in uns der Wunsch wuchs, selbst hier zu studieren. Überhaupt ist der Campus wunderschön, die Gebäude sind beeindruckend, teilweise schon alt aber hervorragend restauriert und einfach die Größe der Universität ist überwältigend - genauso wie zum Beispiel die Tatsache, das über 12 Millionen (!!!) Bücher hier beherbergt sind.
Je mehr wir mit Claire redeten und von der Universität bzw. der Stadt sahen desto stärker wurde unser Wunsch, hierher zu wechseln, und wir konnten garnicht mehr aufhören uns gegenseitig vorzuschwärmen und unzählige Fotos zu schießen.
| Freshman Dorms |
Als die Tour zu Ende war machten wir uns auf den Weg in ein Cafe, um uns eine kleine Auszeit zu gönnen und die Gelegenheit zu haben, uns nach dem mehrstündigen Spaziergang wieder mal hinzusetzen. Die Atmosphäre in dem Studentencafe war so angenehm, das wir uns zwischen all den Elitestudenten pudelwohl fühlten und eine ganze Weile dort verbrachten und einfach nur tratschten.
Unsere Befürchtung bzw. Erwartung, dass alle die hier studieren arrogante Schnösel sind, die sich für etwas besseres halten, wurde in keinster Weise bestätigt - ganz im Gegenteil, die Leute waren unglaublich freundlich und freuten sich darüber, uns kennen zu lernen und beantworteten bereitwillig jede unserer Fragen.
| Blauer Himmel, Sonnenschein, Ivy League :) |
Im Anschluss an unsere Kaffeepause begaben wir uns in den Yale Bookstore, in dem es neben Büchern auch alle möglichen Yale-Artikel gab - von Pullovern, T-Shirts und Schals bis über Becher, Schlüsselanhänger und sogar Socken. Auch hier hielten wir uns wieder eine ganze Weile auf, einfach weil wir nicht genug davon bekommen konnten herum zu stöbern und tolle Sachen zu entdecken ;)
| eine der zahlreichen Bibliotheken in Yale - hier gibt es sogar eine Gutenberg-Bibel!!! |
Mittlerweile war schon es schon Abend geworden und draußen war es dunkel - was hieß das alles beleuchtet war und noch schöner aussah. Mit einem lachenden Herzen und freudestrahlenden Augen liefen wir zwischen den Resident Halls herum und kamen mit mehreren Studenten ins Gespräch, die wiederum alle superfreundlich waren und uns begeistert von Yale vorschwärmten. Als uns eine der Studentinnen anbot, uns ihr Zimmer zu zeigen, waren wir natürlich voller Begeisterung dabei - gleich würden wir sehen, wie man lebt wenn man ein Ivy-League College besucht!!
Alle Freshmen teilen sich hier eine Suite, in der zwischen 4-8 Studenten wohnen, und die ein Bad und eine Küche beinhaltet - auch wenn hier kein Luxus geboten wurde - WIR würden auf der Stelle einziehen ;)
| großartiger Tipp von Jeff ;) |
Natürlich waren wir uns darin einig, das wir zum Abschluss noch eine Bar bzw. etwas Ähnliches aufsuchen müssen, um dem Abend ein würdiges Ende zu setzen. Jeff, der uns schon fürs Mittagessen einen super Tipp geliefert hatte, hatte uns auch noch das "Firehouse 12" ans Herz gelegt - angeblich ein gemütliches und beliebtes Lokal. Also machten wir uns auf die Suche danach, und spazierten gemütlich bei wirklich angenehmen Außentemperaturen (fast 60° Fahrenheit) durchs nächtliche New Haven.
Schließlich fanden wir das, was wir wollten, und waren zum zweiten Mal an diesem Tag dankbar, dass wir genau Jeff angequatscht hatten, denn auch sein zweiter Tipp bot uns genau das, was wir suchten.
| Yale Maskottchen |
In gemütlicher Umgebung gönnten wir uns also noch Drinks zum Abschluss und stießen mit Umair auf einen wirklich grandiosen Tag an. Die Zeit verging bei Gesprächen über Yale, Österreich und vielen weiteren Themen wie im Fluge, und wir sahen uns gezwungen, Abschied von dieser wunderbaren Stadt zu nehmen. Schweren Herzens machten wir uns also auf den Rückweg zur Parkgarage - gerade noch rechtzeitig, da diese um 9:00 schloss und wir um 8:59 den Schranken passierten ;)
Auf dem Rückweg nach Long Island hielten wir uns mit anregenden Gesprächen über allerlei Themen wach - aber als wir die Brücke überquerten und die nächtliche Skyline von Manhattan sahen blieb uns wieder mal der Atem weg - es ist einfach wunderschön anzusehen und wir können nicht genug davon kriegen ;)
Da seit dem Verzehr des besten Burgers schon über 10 Stunden vergangen waren, hatten wir noch Lust auf einen kleinen Mitternachtssnack. Glücklicherweise befinden wir uns in einem Land, in dem es kein Problem darstellt, um diese Uhrzeit noch was Warmes zum Essen zu besorgen. Also bogen wir ins Drive-In eines nahegelegenen Kentucky Fried Chicken Restaurants ein und stillten unseren Hunger mit Hühnchen und Potatoe Wedges. Anschließend brachte uns Umair zu unseren Dorms zurück, und wir verabschiedeten uns von ihm und bedankten uns für diesen wunderbaren Ausflug.
| der Legende nach bringt es Glück, am Zeh von Theodor Dwight Woolsey zu rubbeln - also nichts wie los!! ;) |
Müde aber überglücklich kehrten wir nach über 15 Stunden wieder in unser Zimmer zurück, wo uns unser Bett schon freudig erwartete. Jedoch mussten wir erst noch das heute Erlebte verarbeiten, Fotos begutachten, Blog schreiben bzw. auf dem schnellsten Weg herausfinden, wie man sich in Yale bewerben kann, sodass wir noch etwas Zeit wach blieben, bevor uns unser Körper sowie unser Gehirn davon überzeugte, das es Zeit ist abzuschalten ;)
Wieder einmal haben wir einen Tag hier erlebt, den man besser mit englischen Worten beschreiben kann - AWESOME, AMAZING & LEGENDARY! Eine Universität wie Yale ist in Österreich nicht zu finden, und wir waren/sind einfach überwältigt davon, wie schön es sein kann, auf einem Ivy-League College zu studieren ;)
Da wir die Kontaktdaten einer Yale Studentin bekommen haben, werden wir uns bemühen, mit ihr in Kontakt zu bleiben und wer weiß - vielleicht können wir unseren American Dream verwirklichen und eines Tages in New Haven studieren ;)
Ab morgen trennen sich nun unsere Wege für ein paar Tage - Daniela wird das Wochenende in Manhattan verbringen, da sich ihre Mutter, Schwester und Tante in der Stadt auf Besuch befinden, während Bernadette sich hier am Campus mit unseren Freunden eine schöne Zeit machen wird ;)


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